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Gemeinsam ein offenes Netz für unseren Wald entwickeln

Eine Einladung an Flora-, Natur-, Forschungs- und Open-Data-Projekte

Unser Wald soll nicht nur geschützt, sondern auch besser verstanden werden. Dafür möchten wir ein offenes Netzwerk entwickeln, das Beobachtungen, Umweltinformationen und Messdaten miteinander verbinden kann.

Die Idee verbindet dabei die reale mit der digitalen Welt: Einfache, möglichst ressourcenschonende Markierungen können Orte im Wald digital identifizierbar machen. Ergänzend können ausgewählte Messpunkte mit kleinen, energiesparenden Sensoren ausgestattet werden. Über Technologien wie LoRaWAN lassen sich beispielsweise Bodenfeuchtigkeit, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wasserstände oder andere Umweltdaten übertragen – ohne dass dafür an jedem Standort ein Mobilfunkanschluss notwendig ist.

Kein geschlossenes System

Uns ist wichtig, daraus keine weitere isolierte Plattform zu entwickeln.

Wir möchten eine offene Infrastruktur schaffen, an die sich andere Projekte anschließen können. Insbesondere laden wir Projekte und Initiativen aus den Bereichen Flora, Biodiversität, Waldökologie, Gewässer, Klimaforschung, Citizen Science und Open Data ein, ihre Erfahrungen und Anforderungen einzubringen.

Bestehende Projekte sollen dabei nicht ersetzt werden. Im Gegenteil: Ein Standort oder eine Beobachtung könnte mit unterschiedlichen Datenquellen und Projekten verbunden werden.

So könnte beispielsweise ein markierter Waldpunkt gleichzeitig zu Informationen über Pflanzen und Tiere, aktuellen Sensordaten, historischen Messwerten, Kartenmaterial und den Angeboten beteiligter Projekte führen.

Ein gemeinsamer offener Standard

Besonders interessant finden wir die Idee eines einfachen visuellen Markers, der ähnlich einem QR-Code mit einer Kamera erkannt werden kann, aber wesentlich einfacher und ressourcenschonender hergestellt werden könnte.

Ein solches Zeichen könnte beispielsweise mit einer wiederverwendbaren Schablone auf Holz oder andere geeignete Flächen aufgebracht werden. Der Marker müsste dabei nicht sämtliche Informationen selbst enthalten. Eine eindeutige Kennung genügt, um den jeweiligen Ort mit unterschiedlichen digitalen Angeboten zu verbinden.

Die technische Spezifikation eines solchen Markers und die Schnittstellen zur Auflösung der Kennungen möchten wir möglichst offen gestalten. Andere Projekte sollen eigene Anwendungen, Scanner oder Dienste darauf aufbauen können.

Vom Marker zum Flora- und Sensornetz

An ausgewählten Stellen könnte eine zweite Ebene hinzukommen: kleine, energiesparende Messstationen kommunizieren über LoRaWAN und liefern kontinuierlich Umweltdaten.

Dadurch könnte langfristig ein dezentrales Netz entstehen:

Wald → Marker → Standort → Beobachtungen → Sensoren → LoRaWAN → offene Daten → verschiedene Projekte

Nicht jeder markierte Standort benötigt dafür Elektronik. Viele Punkte können vollständig passiv bleiben. Sensorik kommt nur dort zum Einsatz, wo kontinuierliche Messungen tatsächlich einen Mehrwert bieten.

So lassen sich Informationsangebot und Umweltmonitoring ausbauen, ohne den Wald mit unnötiger Technik zu überziehen.

Einladung zur Zusammenarbeit

Diese Idee steht noch am Anfang – und genau deshalb möchten wir andere Projekte frühzeitig einladen.

Wir suchen den Austausch mit bestehenden Flora- und Biodiversitätsprojekten, Naturschutzinitiativen, Forst und Wissenschaft, Kommunen, Open-Data-Projekten, Entwicklern sowie Betreibern bestehender LoRaWAN-Infrastrukturen.

Gemeinsam möchten wir diskutieren:

Wie sollte ein offener visueller Natur-Marker aussehen? Welche Informationen sollten eindeutig identifizierbar sein? Welche bestehenden Standards können wir nutzen, statt neue Insellösungen zu schaffen? Wie können verschiedene Flora- und Naturprojekte dieselben Standorte gemeinsam verwenden? Welche Sensordaten sind für Wald, Wasserhaushalt, Trockenheit und Biodiversität tatsächlich sinnvoll? Und wie können die daraus entstehenden Daten dauerhaft offen und interoperabel bleiben?

Wer bereits an einem Flora-, Natur-, Sensor-, Citizen-Science- oder Open-Data-Projekt arbeitet, ist ausdrücklich eingeladen, sich einzubringen.

Wir möchten nicht erst ein fertiges System präsentieren und anschließend Partner dafür suchen. Wir möchten die Grundlagen gemeinsam entwickeln.

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BioMaps versteht sich nicht als abgeschlossenes Projekt, sondern als offene Plattform für Zusammenarbeit.

Wir möchten Menschen, Initiativen, Vereine, Forschungseinrichtungen, Behörden, Unternehmen und Open-Source-Projekte zusammenbringen, die sich mit Natur, Biodiversität, Wasser, Klima, Umweltmonitoring oder offenen Geodaten beschäftigen.

Unser Ziel ist es, keine weitere Insellösung zu schaffen, sondern gemeinsam einen offenen Standard und eine Infrastruktur zu entwickeln, die von möglichst vielen Projekten genutzt werden kann.

Wir laden Projekte ein

Ganz gleich, ob Sie bereits seit Jahren aktiv sind oder gerade erst eine Idee entwickeln – wir freuen uns über den Austausch.

Besonders angesprochen sind Projekte aus den Bereichen:

  •  Wald- und Forstwirtschaft
  •  Flora und Biodiversität
  •  Arten- und Naturschutz
  •  Wasser- und Gewässerschutz
  •  Klima- und Umweltmonitoring
  •  LoRaWAN und Sensornetzwerke
  •  Geodaten und GIS
  •  OpenStreetMap und Open Data
  •  Wissenschaft und Forschung
  •  Citizen Science
  •  Open-Source-Software
  •  Kommunen und öffentliche Einrichtungen

Gemeinsam entwickeln statt nebeneinander arbeiten

Viele Projekte sammeln bereits wertvolle Informationen. Häufig entstehen diese jedoch unabhängig voneinander und können nur eingeschränkt miteinander genutzt werden.

BioMaps möchte deshalb eine gemeinsame technische Grundlage schaffen.

Ein Standort im Wald könnte beispielsweise gleichzeitig Informationen verschiedener Projekte miteinander verbinden:

  • Pflanzen- und Tierbeobachtungen
  • historische Entwicklungen
  • Boden- und Klimadaten
  • Wasserstände
  • Waldschäden
  • Fotos
  • wissenschaftliche Untersuchungen
  • kommunale Informationen
  • offene Karten
  • Citizen-Science-Beobachtungen

Dabei bleiben alle Daten dort, wo sie heute bereits gepflegt werden. BioMaps möchte Informationen verknüpfen – nicht zentralisieren.

Offene Standards statt geschlossener Systeme

Wir möchten gemeinsam Standards entwickeln, die jeder nutzen kann.

Dazu gehören beispielsweise:

  • ein offener visueller Natur-Marker zur eindeutigen Identifizierung von Standorten,
  • offene Schnittstellen (APIs),
  • gemeinsame Datenmodelle,
  • offene Dokumentationen,
  • freie Software,
  • interoperable Formate,
  • sowie die Möglichkeit, bestehende Systeme miteinander zu verbinden.

Niemand soll seine bestehende Lösung ersetzen müssen. Vielmehr sollen unterschiedliche Systeme miteinander kommunizieren können.

Sensorik dort, wo sie sinnvoll ist

Nicht jeder Standort benötigt Elektronik.

An ausgewählten Punkten könnten kleine, energiesparende Sensoren über LoRaWAN oder andere offene Funktechnologien Umweltinformationen erfassen – beispielsweise Bodenfeuchtigkeit, Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Wasserstände.

So entsteht langfristig ein dezentrales Netzwerk, das den Zustand unserer Natur sichtbar macht und Forschung, Naturschutz sowie kommunale Entscheidungen unterstützen kann.

Mitmachen

Die Idee befindet sich bewusst noch in einer frühen Phase.

Deshalb suchen wir nicht erst Partner für ein fertiges Projekt – sondern Menschen und Organisationen, die ihre Erfahrungen, Ideen und Anforderungen von Anfang an einbringen möchten.

Ob Initiative, Verein, Forschungseinrichtung, Kommune, Unternehmen oder Einzelperson – wenn Sie Interesse an einer offenen Zusammenarbeit haben, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Gemeinsam können wir eine Infrastruktur schaffen, die nicht einem einzelnen Projekt gehört, sondern allen offensteht.